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7. Dezember 2011

Niersbach wird neuer DFB-Präsident

geschrieben von: Dirk am 07. Dezember 2011 um 19:57

Wie Sportnachrichten melden, wird der amtierende DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach der Nachfolger von Theo Zwanziger. Auf einer Sitzung erhielt Niersbach die Zustimmung für die DFB-Präsidentschaft von Profis und Amateuren.

Wie bereits im Vorfeld erwartet wurde, wird Wolfgang Niersbach neuer DFB-Präsident. Darauf einigten sich auf einem Treffen in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main die Vertreter der Profivereine und die Spitzen der Regional- und Landesligaverbände. Nach tagelangem Schweigen erklärte sich Niersbach schließlich bereit, das Amt von Theo Zwanziger nach dessen Rücktritt im kommenden Jahr zu übernehmen.

„Es sind sehr viele positive Signale ausgesendet worden, die mich in meiner Entscheidung bestätigt haben. Ich habe gewaltigen Respekt vor diesem Amt“, so der 61-Jährige vor den Vertretern von Sport News. „Aber ich bin bereit und traue es mir zu, weil ich diese gewaltige Rückendeckung bekommen habe. Ich war immer ein Mannschaftsspieler und der Präsident eines solchen Verbandes sollte auch kein Solist sein.“

Für Niersbach wäre der Wechsel an die Spitze die Krönung seiner bisherigen langen Karriere im Profifußball. 1988 übernahm der gebürtige Rheinländer rechtzeitig zur EM den Posten des DFB-Pressesprechers. Er war auch für die Medienarbeit der Nationalmannschaft unter anderem beim WM-Erfolg 1990 und dem EM-Triumph 1996 verantwortlich, ehe er nach dem Zuschlag der WM 2006 als geschäftsführender Vize-Präsident und Verantwortlicher für die Medien ins Organisationskomitee wechselte.

Nach der WM 2006 übernahm Niersbach 2007 schließlich den Posten des Generalsekretärs von Horst R. Schmidt. „Dass ich eines Tages mal der Chef von 210 Angestellten in der DFB-Zentrale bin, hätte ich mir nie träumen lassen“, sagte er damals. „Das funktioniert aber alles nur, weil wir ein ganz tolles Team sind. Darauf darf man stolz sein, weil es eine gewachsene und grundsolide Mannschaft ist.“

Während Niersbach als Präsident fungieren wird, wird nun ein Nachfolger für seinen derzeitigen Posten gesucht. Heißester Anwärter ist Helmut Sandrock, der aktuell als DFB-Direktor für Teammanagement, Jugend, Talentförderung und Trainerwesen arbeitet. Der 50-Jährige wäre sicherlich keine schlechte Wahl, zumal er schon unter anderem als Vorsitzender des MSV Duisburg, Geschäftsführer von Red Bull Salzburg und Abteilungsleiter im Organisationskomitee der Weltmeisterschaft 2006 gewirkt hat.


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