Am vergangenen Wochenende war Manuel Neuer in der Liga-Partie der Bayern bei Borussia Mönchengladbach der Verlierer des Spiels. Durch seinen ungenauen Pass, der bei Gladbachs Marco Reus landete, nahm das Unheil aus Sicht der Münchner seinen Lauf und die „Fohlen“ gingen mit 1:0 in Führung. Letztlich gewann das Team von Trainer Lucien Favre trotz Außenseiterrolle in den online Sportwetten die Partie mit 3:1 gegen den deutschen Rekordmeister.
Für seinen Patzer erntete Neuer Kritik bei den Münchnern. So sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes: „Er müsste einfach etwas ruhiger machen, etwas bedächtiger, etwas konzentriert, einfach Tempo rausnehmen. Das ist sein Problem.“ Dennoch sehe er Neuer als einen „Weltklasse-Torwart“, der „sein Spiel und seinen Stil überhaupt nicht verändern“ müsse.
Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hingegen fand gegenüber „Sky“ deutliche Worte für den Matchloser vom vergangenen Freitag: „Ich würde sagen, von einem der besten Torhüter der Welt sollte man meinen, dass er einen fast runden Ball trifft.“
Doch Neuer, der nicht nur in der Strafraumbeherrschung stets hervorragende Leistungen liefert, gilt als ein Torhüter, der modernen Fußball spielt, der auch durch schnelle, präzise Abschläge Angriffe für seine Mannschaft einleiten kann. Dass diese Fähigkeit heutzutage immens wichtig ist, sieht auch Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke: „Es reicht einfach nicht mehr, den Fünfmeterraum oder sogar den Strafraum zu beherrschen. Von einem modernen Torwart wird verlangt, dass er Gegenangriffe einleitet, etwa durch den gezielten weiten Abwurf, wie das Manuel Neuer herausragend vormacht.“
Doch Rufe, dass Neuer dem immensen Druck bei den Bayern nicht gewachsen sei, werden inzwischen laut. Er selbst bezeichnete den Wechsel von Schalke im Sommer als „Riesenumstellung, die ich auf keinen Fall bereue.“ Sein Ziel sei es, die 1. Bundesliga zu dominieren und die Meisterschaft zu holen: „Das ist mein größtes Ziel – auch wenn das andere Spieler, die schon länger hier sind und das Ding schon öfter in die Höhe gestreckt haben, nicht so gerne hören werden.“
Indes bekam Neuer auch von den Teamkameraden Unterstützung. „Das passiert dem Manu nur einmal von 1000 Versuchen“, sagte Bastian Schweinsteiger und auch Toni Kroos ist sich sicher, dass Neuer derart angestachelt genauso wie in der ersten Saisonhälfte eine überzeugende Rückrunde spielen werde.
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