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17. Januar 2012

Hamburg will hoch hinaus

Kategorie: 1. Bundesliga – Autor: – 20:51

Nachdem die Mitgliederversammlung des Hamburger SV ohne den erwarteten Skandal über die Bühne ging, blickt der Traditionsklub wieder nach vorne. Trainer Thorsten Fink will sich gegenüber dem „kicker“ mit der aktuellen Situation nicht zufrieden geben: „Mittelmaß kann nicht der Anspruch des HSV sein. Und es ist auch nicht mein Anspruch. Unter diesen Druck setze ich mich selbst ganz bewusst. Wir wollen mit dem HSV wieder nach oben.“ Das klare Ziel der „Rothosen“: Der Einzug in die Champions League.

In der nächsten Saison müsse sich der Verein für ein internationales Turnier qualifizieren, in „zwei, drei Jahren“ soll dann wieder in der Königsklasse gespielt werden. Eine klare Ansage zu einer Zeit, in der der HSV mit nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz den 13. Rang in der Tabelle belegt. Doch das ist jetzt, in Zukunft wollen die Hamburger wieder als einer der Favoriten in den Bundesliga Quoten der Fussballwetten online gehandelt werden.

Da kommt die überraschend harmonisch verlaufene Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag genau recht, bei der die achtjährige Ära von Bernd Hofmann aufgearbeitet wurde. Überraschend wurde der ehemalige Vorstandsvorsitzende mit großer Mehrheit entlastet, obwohl der Verbleib von 1,7 Millionen Euro aus seiner Amtszeit nach wie vor nicht geklärt werden konnte. Dennoch präsentierte sich der Verein geschlossen und lobte die „harmonischen und sachlich geführten Diskussionen“.

Die Aufbruchstimmung tut den Hamburgern sichtlich gut. Da verwunderte es auch nicht, dass Trainer Fink weiter anheizte: „Wenn die anderen patzen, müssen wir da sein. Wir wollen mutig sein und gleich zum Auftakt Dortmund schlagen. Das kann eine Euphorie auslösen, die uns tragen kann.“ Frank Arnesen, Sportdirektor bei den Hanseaten, fügte hinzu: „Wir müssen jedes Jahr europäisch spielen – dafür werde ich alles geben.“

Den ersten Schritt in die richtige Richtung haben die Hamburger bereits getan, indem sie den Kader (der übrigens in der vergangenen Saison mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren der älteste der Liga war) radikal verjüngten. Ginge es nach Fink, dann würde man ohnehin verstärkt auf den Nachwuchs setzen anstatt Spieler von auswärts zu holen: „Wir können es uns nicht leisten, Söldner zu holen. Der HSV ist ein großer Klub, ich will, dass wir eine Familie sind, mit Identifikation. Der Klub darf keine Durchgangsstation mehr sein.“


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