Der alljährlich stattfindene DFB-Pokal untscheidet sich von der Deutschen Meisterschaft dadurch, dass er nicht in Spieltagen sondern in K.o.-Runden ausgetragen wird, die bis in das Endspiel führen. Außerdem nehmen nicht nur die Vereine der 1. Fußball-Bundesliga daran teil, sondern auch die Vereine der 2. Bundesliga sowie 28 Amateurvereine, die sich aus den Verbandspokalsiegern und einigen Regionalligisten zusammensetzen. Die Spielpartien werden vor Beginn jeder Runde ausgelost.
Die Geschichte des DFB-Pokals reicht zurück bis in das Jahr 1935, als nach englischem Vorbild in Deutschland der Pokalwettbewerb eingeführt wurde. Dieser trug bis 1943 den Namen Tschammerpokal, da er nach dem Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten benannt wurde. Zu den Teilnehmern gehörten sämtliche Vereine der deutschen Gau- und Bezirksliga. Die Schlussrunde wurde von 64 Mannschaften ausgetragen. Das erste Endspiel fand am 8. Dezember 1935 in Düsseldorf zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg statt, der die Partie mit 2:0 für sich entschied und somit erster deutscher Pokalsieger wurde. Nach dem Anschluss von Österreich im Jahr 1938 nahmen auch österreichische Mannschaften an dem Wettbewerb teil und bereits 1939 wurde der SK Rapid Wien Tschammerpokalsieger. Der letzte Tschammerpokal-Wettbewerb fand 1943 statt. Danach war kriegsbedingt keine weitere Austragung mehr möglich.
Erst sieben Jahre nach Kriegsende rief der DFB im Jahr 1952 mit dem DFB-Vereinspokal den Wettbewerb wieder ins Leben. Dem Pokalwettbewerb vorgeschaltet wurden die regionalen Pokalwettbewerbe. Erster Nachkriegs-Pokalsieger wurde 1953 Rot-Weiß Essen durch ein 2:1 Erfolg über Alemannia Aachen. 1957 wurde erstmals der FC Bayern München DFB-Pokalsieger. Bis heute hat der Rekordmeister die meisten Endspielsiege für sich verbuchen können und ist damit auch Rekord-Pokalsieger.
Als 1963 die Fußball-Bundesliga eingeführt wurde, waren sämtliche Bundesligisten automatisch für den Pokalwettbewerb qualifiziert. Ab 1964 erhielt der DFB-Pokal seinen festen Termin. Das Endspiel wird seitdem in der Regel am Ende der Saison ausgetragen. Pokalsieger in der ersten Bundesligasaison wurde der TSV 1860 München durch einen 2:0 Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Aufgrund der zahlreichen Überraschungen durch kleine Amateurvereine über Bundesliga-Mannschaften gewann der DFB-Pokal immer mehr an Reiz. 1980 wurde der DFB-Pokal auch für die Frauenvereine eingeführt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnten auch die ostdeutschen Vereine, die in der DDR bis dahin den FDGB-Pokal ausgespielt hatten, am DFB-Pokal teilnehmen. Das Endspiel des DFB-Pokals wird seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
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